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Statement-Pieces: Holzschnitzkunst aus Nagaland

Statement-Pieces: Holzschnitzkunst aus Nagaland

Jahrhundertealte Tradition

Die lange Holzschnitz-Tradition in Nagaland, im Nordosten Indiens, führt uns zurück zu einer mittlerweile verlorenen Kultur aus großformatigen Holzkunstwerken an den Zugangsportalen von Häusern und an Dorfeingängen. Die Gravurarbeiten wurden mit erkennbaren Symbolen dekoriert, wie Bisonhörnern oder Fruchtbarkeitssymbolen. Mit der Vielschichtigkeit der Holzschnitzarbeiten sollten Status und Macht des Eigentümers von Haus oder Dorf illustriert werden. Aber auch im täglichen Leben nimmt die Holzschnitzkunst eine wichtige Stellung ein: angefangen bei Küchen- und Tischutensilien bis hin zu Möbelstücken wird alles per Hand aus lokalem Holz gemeißelt.

Die Tradition wird nur von Männern ausgeübt. Früher wurde von jedem Stammesmitglied erwartet, die Kunst der Holzschnitzerei von Kindesbeinen an zu erlernen. Mittlerweile ist dieses Handwerk Meistern vorbehalten, die es als Beruf ausüben.

© Sahapedia

Haptik 2.0

Das Besondere an dieser Holzschnitztechnik ist, dass jedes Endprodukt aus einem massiven Stück Holz oder sogar aus einem ganzen Baumstamm geschaffen wird. Dabei handelt es sich um ein langsames und hochpräzises Verfahren, bei dem die Behälter und Schalen aus dem Holz quasi geboren werden. Jedes Exemplar wird per Hand gemeißelt, was ihm seine charakteristische Textur verleiht, die für die indische Holzschnitzkunst so typisch ist. Schluss mit clean & sleek, diese Stücke sind roh, robust und echt.

"Die unvollkommenen Oberflächen sind eine Einladung zum Befühlen: Man spürt die Handschrift des Schöpfers durch und durch."

© Sahapedia

Natur pur

Die Kreationen werden aus Bamsung- oder Naga-Holz gefertigt, das mit traditionellen Werkzeugen bearbeitet wird, wie Machete, Hammer und Meißel. Das für die Artikel verwendet Holz ist immer unterschiedlich, abhängig von Größe und Alter des Baums. Jede Familie und jeder Stamm – wie Konyak, Phom, Ao, Lhota, Sema, Chang, Rengma, Angami, Zemi, Tangkhul und Kabuji arbeitet mit anderem Holz, das zudem unterschiedlich gelagert wird. Wenn das Holz beispielsweise in der Küche gelagert, dann hat es ein dunkleres, verwittertes Aussehen. Deshalb erzählt jede Schale und jedes Gefäß eine ganz eigene Geschichte.

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